Der rote Sonnenschirm

Mein Guck auf's Ammerland und den Rest der Welt

Neue Geschichten mit und ohne Brot

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Das erste! Glutenfreie!

Das erste! Glutenfreie!

Das ist NICHT mein erstes selbst gebackenes Brot. Aber es ist mein erstes selbst gebackenes GLUTENFREIES Brot!
Es sieht schön aus, finde ich. Goldgelb und knusprig. Ein wenig flach geworden ist es  – aber es ist ja auch keine Hefe, und natürlich auch kein Sauerteig drin. Ich bin trotzdem stolz.
Und ich denke an die Geschichte, die hinter dem Brot steckt.
Denn, mal ehrlich – hinter welchem Brot verbirgt sich nicht eine Geschichte?

Meine ist vergleichsweise simpel und sie beginnt mit der schockierenden Nachricht des Zahnarztes, dass mir gleich eine stattliche Anzahl meiner Zähne gezogen werden müssen: Paradontose. Letales Stadium, sozusagen. Zähne gesund, aber der Kieferknochen…
Naja. ich wollte es halt nicht glauben, dass da nix mehr nachwachsen kann. Ich dachte, dass es da eine Möglichkeit gibt, mit den Zaubermitteln meiner Gesundheitsfee noch so ein klitzekleines bisschen Knochen bitte…
Aber auch die schüttelt den Kopf, wiegt denselben, in ruhiger Überlegung versunken, und fragt dann so allerhand.
Nach der Fragestunde steht ihr Entschluss: Darmreinigung. Und: Verzicht auf alle Getreidesorten. Und auf Milch und Quark und Joghurt. Und auf Schokolade, Salat bitte mit Zitrone, nicht mit Essig. Möglichst kein Fleisch. Kaffee selten. Aber dann bitte mit einem Wölkchen Sahne, sagt sie.
Dazu verschreibt sie mir einen Cocktail aus verschiedenen Tröpfchen, die ich regelmäßig nehmen soll.
Rät mir zu einem Rundum-Blutcheck.

Und los ging’s. Zuerst, ganz ehrlich, war’s ziemlich anstrengend. Ich übte mich tapfer im Kuchen- Schokocroissant-, Semmeln- und Zwetschgendatschi-Verzicht. Entdeckte, dass auch Nudeln Getreide enthalten und Pizza sowieso. Dachte: Das vergeht schon wieder. Irgendwann. Wenn alle Tröpfchen geschluckt sind, dann kann ich wieder schwelgen. In Vollkorn- und Weizen und in Cappuccino – ja besonders der Cappuccino ging mir ab.Ich glaube, ich träumte von Milchschaumseen.

Aber dann? Dann passierte etwas. Es passierte nicht schnipp – so plötzlich und auf einmal – es geschah langsam. Ich fühlte mich besser. Stück für Stück. Leichter. Weniger vollgepumpt und aufgebläht nach dem Essen. Ich war so viel weniger müde als bisher! Die Energie, von der ich immer dachte, sie sei mir unwiederbringlich mit den Jahren einfach abhanden gekommen, kam Stück für Stück zurück.
Und ich nahm ab. mehr als sechs Kilo bis jetzt.

Grund genug, sich an selbst gebackenem glutenfreien Brot zu versuchen? Ich finde schon. Und: Tataaa – hier ist es! Ich geb’ zu, es ist kein Kunstwerk. Aber bekanntlich ist ja noch nie eine Meisterin in den Teig gefallen oder so.

Ich versuch’s weiter. Versprochen. Und ich habe eine neue Kategorie in meinem Blog eröffnet. Die heißt: Essen & Leben. Und ich habe das Gefühl, da gibt’s noch eine Menge Geschichten zu erzählen. Mit – und auch ohne Brot.

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5 Kommentare zu “Neue Geschichten mit und ohne Brot

  1. Viel Spass beim glutenfreien Backen, Kochen und Genießen!

  2. Hallo Jutta, das klingt ja super toll,stolze Leistung, die du vollbringst. Nochmal mehr ein Grund, Dich/Euch zu treffen!! Liebe Grüße Lisa & Co. 👍😆

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