Der rote Sonnenschirm

Mein Guck auf's Ammerland und den Rest der Welt

(Vorläufiges) Aus für Prachtwiesengelb

4 Kommentare

Flachgelegtes Gelb vor Wiesenpracht

Flachgelegtes Gelb vor Wiesenpracht

Die gelbe Pracht der Wiesen, die in den vergangenen Wochen meine Augenweide war, bekommt Löcher. Überall rücken ihr die Traktoren zu Leibe: Regen droht, erklärt der Nachbar. Und: Wenn das Gras zu lange steht, dann fressen es die Kühe nicht mehr. Deswegen laufen jetzt auch wieder morgens und abends seine Kühe an meinem Gartenzaun vorbei. Fressen sich satt auf der Weide.

Früher, da haben die Bauern das Gras auf Ständer gehängt, zu Türmen aufgeschichtet, erinnere ich mich. Ein anderer Nachbar lacht. „Das ist lange her!“, sagt er. Und erklärt mir, dass das Gras nicht lange so auf der Wiese rumliegen darf. Dann nämlich verliert es alles Gute was da so drin ist.

Ich staune und nicke und denke an den Spinat, den ich vom Markt mitbringe. Und an den Salat, der auch ein paar Tage im Kühlschrank durchhalten muss. Ob der dann wohl auch alles Gute verliert?

Der Landwirt erklärt, dass das Gras, das man morgens mäht und bis zum Abend eingeholt hat, mehr Zucker enthält, was sich wiederum auf die Milch auswirkt. Mähe man abends, dann sei der Zuckergehalt geringer, dafür liege aber das Gras dann auch die ganze Nacht auf der Wiese. Resultat: Siehe oben.

Ich sehe beide Nachbarn heute noch öfter. Sie und noch andere Nachbarn und Nachbarinnen und das halbe Dorf. Alle sitzen auf ihren Traktoren und mähen, was das Zeug hält. Morgen wird die Landschaft verändert sein. Aber nicht überall. Hier und da sind die Wiesen doch noch wunderbarprächtiggelb! 🙂

Mitten im Gelb

Schöner Grüner mitten im Gelb

Advertisements

4 Kommentare zu “(Vorläufiges) Aus für Prachtwiesengelb

  1. Das nächste Jahr kommt bestimmt! 🙂

    • Ja stimmt schon. Aber streng genommen ist alles einmalig und nicht wiederholbar und einzigartig und … *staun* und *guck* 🙂 🙂

      • Aber selbstverständlich, ist doch der Zeitstrahl langweilig eindimensional,
        keine Sprünge, kein nichts erlaubend, und nur immer weiter voranschreitend, völlig eintönig, sturrer als ein Gezeitenesel 🙂

  2. Traurig ist das schon, aber es kommt Anderes, was sicher ebenso schön ist.
    LG Anna-Lena

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s