Der rote Sonnenschirm

Mein Guck auf's Ammerland und den Rest der Welt

Das Regengeschenk

2 Kommentare

Regen.
Er flüstert den Blättern des alten Zwetschgenbaums etwas ins Ohr und zugleich plätschert er die Regenrinne am Gartenhaus hinab. Auf der Wiese ist er ein gleichmäßig knisternder Klangteppich knapp über den Grashalmen.
Überall sanftes Rieseln und Rascheln, ein paar einzelne Tropfen fallen wassersatt zu Boden. Platsch. Manche tröpfeln mit spitzem Plitschplitschplitsch – je nach Größe machen sie ein anderes Geräusch.
Es rauscht weltumfassend. Es gluckert und schmatzt, und plötzlich vom Wind angetrieben, schwillt das gleichmäßig ruhige Pladdern zum schwatzenden Getöse, und aus dem Einheitsfortissimo werfen sich ein paar versprengte Tropfenkollegen in meine Richtung, landen auf meinen Händen, auf der Hose und auf meinem Haar.
Die Kaffeetasse ist sowieso längst leer. Ich verlasse meinen schön geschützten Balkonpausenplatz und gehe zurück an den Schreibtisch.
Und beinahe hätte ich sie verpasst, die Light-Show zur Regenmusik!

Regenbogen

Lichtspiel im Konzert der Tropfen

 

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2 Kommentare zu “Das Regengeschenk

  1. Immer wieder schön, immer wieder beeindruckend.
    LG von Rosie

    • Ja, Regen ist manchmal überraschend. Gestern hat es so feinrieselig geregnet, dass nur Brillen- (ich) und Glatzenträger (mein Mann) etwas davon merken konnten. Wegen der „unmittelbaren Einwirkung“ oderso… 🙂 Ist doch toll, oder? (Wer braucht schon immer Sonnenschein?)

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