Der rote Sonnenschirm

Mein Guck auf's Ammerland und den Rest der Welt


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TSCHÜSSSSSDANNMAL…..

Jetzt bin ich dran, klar?!

Jetzt bin ich dran, klar?!

Also Leute, eigentlich wollte ich euch das schon lange mal sagen: Lesestoff vom roten Sonnenschirm gibt‘s heute nicht. Und morgen auch nicht. Und übermorgen erst recht nicht.
Ja. Sucht euch jetzt mal gefälligst eine andere Beschäftigung!  Wenn ihr noch ein paar Tipps braucht, was das sein könnte: Fragt mich einfach. Ich wüsste da schon was. Ach nee, Quatsch: Eine ganze Menge wüsste ich!
Auch mein Frauchen hat‘s jetzt endlich kapiert. Sitz. Und Platz. Und bleib: Bleib weg vom Computer vor allem.
Hat ein bisschen gedauert, zugegeben. Menschen können ja so schwer von Begriff sein, sage ich euch.
– – Was? Ihr seid die, die UNS Befehle geben? Jaaaaa  – schon meistens… Oder manchmal…. Wenn wir grad Lust auf Befehle haben…..
Ist ja auch wurscht, wie‘s passiert ist. Ich hab‘s jedenfalls geschafft. Denn ich hab‘s eben einfach drauf. Schaut euch doch mal nur DIESEN BLICK an!  HÄ? Ja. – Genau! Ganz genau!

Also, kurz und gut: Schreibt es euch hinter die Ohren: Der rote Sonnenschirm macht PAUSE.

Und ich muss jetzt auch. Sorry, tut mir leid.
Ich rieche da  – schnüff – Leckerlis. Und mein Spielzeug! Juchuuu, die Leine! Es geht gleich los! Gleich –  baldigst –  sofort geht‘s los! RAAAAUUUUSSSSSSS! Rennen und Toben und Spazierenschnüffeln und zwischendurch Knabbern und stundenlang GESTREICHELT WERDEN von ALLEN!
Tschüss dann, ihr Leser und Leserinnen. Muss jetzt wirklich ganz dringend weg! Bis BAHAAAALD! Achja: SCHÖNE WEIHNACHTEN!!


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Geschenkter Guckgenuss

Kunstwerk

Samstag vor dem dritten Advent. Der Einkaufszettel ächzte, Berge von Stoffeinkaufstaschen rissen erwartungsvoll ihre Mäuler auf, mein Kopf zum Bersten voll mit Tageseinkaufsplänen.
Jetzt!
Schnell, schnell!
Meine Gedanken waren längst mit gefühlten zehntausend anderen Einkaufswütigen in irgendwelchen Geschäften, schauten in gestresste Gesichter, kämpften um die vorletzte Milch im Kühlregal, wichen vor drängelnden Ellbogen zurück und standen vor Kassen mit blassgesichtigen Kassiererinnen Schlange. Und mahnten sich selbst: Bloß nix vergessen! Sonst scheitert die geplante Gemeinschafts-Plätzchenbäckerei und die ganze Familie ist enttäuscht. Und überhaupt.
Kleine hektische Rauchwölkchen machte mein Atem beim rekordverdächtigen Spurt von der Haustür zum Parkplatz. Mein geduldiger blauer Freund stand wie immer bereit und zwinkerte  zur Begrüßung mit den Blinklichtern.
Uff.
Taschen auf den Rücksitz. Gurt ran. Schlüssel ins Zündschloss. Augen voraus.
 – Und: PENG!
Aufaugenschlag. Staunanfall. 

Eile? Ich?
Ich lehnte mir zurück. Auszeit. Guckgenuss.
Alle Gedanken auf einmal wieder bei mir.
Und ganz beim Kunstwerk aus Eis und Licht und Sonnenstrahlen. Viel zu vergänglich, um nur mal schnell darüber hinweg-zu-sehen. Und viel zu schön. 

Klar – meinen Einkaufszettel abgearbeitet habe ich dann doch noch. Und so schlimm war‘s nicht. Lächeln gab‘s viel mehr als sonst und alle Ellbogendrängler hatten sich wohl gerade entschlossen, in Urlaub zu fahren.
Und: Während fleißige PlätzchenbäckerInnen in der Küche werkeln, schreibe ich ganz schnell diesen Post.
Dritter Advent.


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Mein weißes Winterwunderland

Eigentlich wollte ich mich heute ja mal aufmachen zu so ´nem Gartenmarkt – wegen der Weihnachtsstimmung und der schönen Sternchen und so. Denn im Werbesprospekt, der mir heute mit der Zeitung ins Haus flatterte, da war eine Lichterkette abgebildet, die mir gefiel. Gar nicht protzig. Und ganz ohne Fernbedienung. Und außerdem mit stromsparenden LEDs bestückt (warmweiß). Sie sah so schön wuschig aus –  gar nicht ordentlich Lichtchen an Lichtchen gereiht, sondern so, als könne man die Lichterlangeweile nach Belieben durcheinander bringen. „Mein weißes Winterwunderland“ stand daneben. Na – wer träumt davon nicht?
Nur noch schnell mit dem Hund raus, dachte ich. Und dann beinahe schon los.
Tja. Und dann das!
Graues Nebelwetter, Schwaden, die von den Feldern aufstiegen, der Wald in Wattebäuschchen eingepackt. Dem Hund war‘s wurscht, Hauptsache Spiel und Spaß und Leckerlis.
Erst auf dem Rückweg sah ich sie dann. Super-Konkurrenz für meine Einkaufswünsche! Mega-perfekte Adventslichter! Nach Blickwinkel changierende Farben! Mit Dimmfaktor! Ganz ohne Strom! Und das für sagenhafte 0,0 Euro!
Mir blieb nur: Staunen. Schauen. Die Un-Ordnung bewundern: Das Neben- und Übereinander in verschiedenen Größen und leicht voneinander abweichenden Formen. Zweige gab‘s, da saßen sie dicht an dicht. Andere mieden sie –  so als gäbe es Zweige, die sie beleuchten wollten und solche, die eben nicht. Wie im richtigen Leben, dachte ich. Chaos mitten in der Ordnung.

Winterwunderland aus dem Pflanzenmarkt? Phhh!

Natürlich habe ich sie fotografiert. Aber ich hoffe, ihr entschuldigt: Meisterwerke sind die Fotos nicht geworden. Hatte wiedermal nur die Handykamera dabei. Weil – die Taschen sind immer so voll mit Hundeleckerlis und Spielzeug und Hundetüten und Schleppleine und so…..


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Fragen über Fragen *seufz*

Also, der Lichtgewimmel-Stefan (http://lichtgewimmel.wordpress.com) hat mich auf seine Liste gesetzt: Fragen soll ich beantworten, und gleich zehn Stück am Stück. Also gut, denke ich. Mach ich doch glatt. Weil ich immer gerne die Posts von ihm anschaue – und er sich so hübsch gefreut hat, als ich zusagte.
AAABER: Jawoll, ein GANZ GROSSES ABER gibt’s auch: Eine eigene Fragenliste auszudenken und dann andere Blogger zu fragen, ob sie bitte auch – nein dazu habe ich einfach keine Lust. Denn: Wer weiß schon, wohin so ein Schneeballsytem führt – ich sehe mich schon begraben unter Schneebällen aus allen Regionen Deutschlands und der Welt und mir wird ganz heiß  – ähm kalt natürlich – dabei. Bibber und Frost. Deswegen also: Fragen beantworten: JA – Fragen stellen: NEIN. Basta.

Hier sind Lichtgewimmels Fragen:

1) In der Haut welcher lebenden Person würdest Du gerne einen Tag verbringen und warum?

Also, erst dachte ich ja an Alice Munroe – um ihr mal über die Schulter schauen zu können – und zu erfahren, wie sie diese wunderbaren Kurzgeschichten zustande bringt –  oder an David Fray – wegen dem einmaligen Gefühl, einmal im Leben perfekt Klavier spielen zu können – oderso.. Aber dann: Ich glaube, es wäre ganz hilfreich, wenn ich einen Tag in der Haut meines Mannes verbringen würde. Ich glaube, ich könnte eine Menge über mich selbst lernen. 🙂

2) Welches wäre Dein Traum- und welches Dein Horror-Urlaub?

Mein Traum-Urlaub: Mit dem Windjammer über die Meere oder zu Fuß quer durch Deutschland. Oder, noch besser: Irgendwo sein, mit viel Natur drumherum, wo es vor allem Zeit gibt, die ich ganz und gar nach eigenem Belieben füllen kann.

3) Wie hättest Du Deine Tochter genannt, wärest Du Efraim Langstrumpf?

Na – genau wie er! Wer bin ich, dass ich denken würde, bessere oder kreativere oder irgendwie passendere  Namen zu finden als Astrid Lindgren? Außerdem ist sie, wie sie ist – da gibt’s kein: Was wäre wenn!

4) Welches drängende Weltproblem würdest Du mit einem Fingerschnippsen lösen, wenn Du es könntest?

Armut und Ausbeutung

5) Wenn Du in der Lage wärest ein Buch zu schreiben – wovon würde es handeln?

Ja. ähm, fällt mir grad nicht ein….

6) Welche beiden eigenen Blogeinträge sind Dir Deine liebsten?

Der von der Rose, „Blattlauskacke nochmal“ https://rotersonnenschirm.wordpress.com/2013/06/22/blattlauskacke-nochmal/
Und den über den tollen Kerl (von dem träume ich noch immer 🙂 ) https://rotersonnenschirm.wordpress.com/2013/10/07/ein-ganzer-kerl-von-knapp-600-jahren/

7) Die Hauptrolle/Hauptperson welches Films wärst Du gern in natura?

Wie? In Natura?? Da spiele ich eigentlich eher ungern irgendwelche Rollen..

8) Welche Sache/Aktion willst Du in Deinem Leben unbedingt noch tun?

Jeden Tag lebendig sein.

9) Hauptgang oder Nachtisch?

Beides.

10) Stell Dir vor Du wärst Buddhist und würdest nach Deinem Tod wiedergeboren. Welches Tier wärst Du?

Also auch ohne Buddhisten: Ich wär ‚gern mal einen Tag mein Hund. (Aber nur MEIN Hund und auch nur einen Tag, dann wäre ich gerne wieder Frauchen)

Uff. Geschafft. Hat (fast) gar nicht weh getan. 😉


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Noch drei Wochen und ein Tag

Revolte: Rosen statt Tannengrün!Hilfe!
Der erste Advent ist rum und ich habe keine Spur von Weihnachtsfeeling. Völlig aus der Zeit gehoben, habe ich sogar die letzten Herbstschönheiten aus dem Garten geholt und in die Vase gestellt. Das Lavendelsäckchen wandert wie von selbst an meine Nase und Billy Talent im Ohr ist mir ein wesentlich probateres Mittel gegen Winterblues als Weihnachtsliederdudelei.
Seufz.
Dabei bemühe ich mich. Ganz ehrlich. War sogar schon auf dem Brucker Weihnachtsmarkt am Samstag. Aber leider – da waren nur Leute wie ich. Ein paar Gestalten, die vorweihnachtliche Orientierung an den Ständen suchten – und eine Crêpes-Bäckerin, die gegen den Frust ausbleibender Kunden sich gezwungen sah, für sich selbst Teig auf die ansonsten völlig nutzlos glühende Scheibe zu streichen.
Auch den Adventsteller mit den vier Kerzen habe ich bestückt, brav ein Engelchen hindekoriert und einen goldenen Stern in grüne Zweige gesteckt. Und dann? Habe ich gestern mit ein paar Münchner Realträumern im Eine-Welt-Haus gesessen und leckeres exotisches Zeugs gegessen. Christstollen? Plätzchen? Kerze an? Fehlanzeige!
Irgendwas ist falsch an mir.

Dabei sagen es einem andauernd alle: Es ist bald Weihnachten!
Also:
Glitzerstimmung bitte!
Stade Zeit und Nüsseknabberei im Kerzenschein – mindestens einmal pro Woche (langsam steigernd)!
Dudelige Gefühle mit Kitsch gewürzt – aber sofort!
Glühweintrinken an klebrigen Tischen mit Ellbogengedränge als Beigabe – Ein Muss!
Und: Was?? Noch keinen Nikolaus eingekauft? Keine sauteuren winzigen roten Schokokugeln in riesiger Schleifchenschachtel im Vorrat?
Keinen (Schlacht)Plan für den Heiligen Abend? Keine Menu-Idee? Keinen kilometerlangen Einkaufszettel?

Noch drei Wochen und ein Tag bis Weihnachten.

Und wisst ihr was? Ich werde einfach weiter exotisches Zeugs essen, wenn mir danach ist, und Rockmusik auf die Ohren legen und Nikoläuse einkaufen oder auch nicht.
Ich muss nämlich gar nichts.
Nicht mal die Spur von Weihnachtsfeeling haben muss ich!