Der rote Sonnenschirm

Mein Guck auf's Ammerland und den Rest der Welt

Not des Pampa-Pinklers

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Plagegeister nicht nur für Pampa-Pinkler! Foto: Peashooter  / pixelio.de

Plagegeister nicht nur für Pampa-Pinkler!
Foto: Peashooter / pixelio.de

„Entschuldigung, ich muss mal eben!“

Dieser Satz – richtig geraten! – wird besonders häufig von Männern ausgesprochen. Vornehmlich von allerbesten Männern in den allerbesten Jahren. Mittendrin im Sonntagspaziergang.

Alles war also wie immer. Pampa-Pinkel-Pause. Ich zuckte die Schultern und ging weiter.

Ganz ehrlich: Nach jahrzehntelangem Zusammenleben mit einem allerbesten Mann im allerbesten Alter (*smile*) bin ich abgehärtet. Wundere mich nicht mehr oder wenigstens nur noch ganz wenig. Der Rest der beim Spaziergang anwesenden Familie (diesmal bestehend aus dem Boxer-Rüden Carlo) hat sowieso kein Problem damit. Nach allem, was ich über Rüden so weiß, ist für ihn das Pampa-Pinkeln vielleicht sogar die wichtigste Sache der Welt. Wenigstens die zweit-wichtigste. Oder so.

Diesmal aber – diesmal war alles ganz anders. GANZ anders!

Denn kaum hatte ich nach der Ankündigung (»Entschuldigung, ich muss mal eben!«) die ersten ein, zwei Schritte gemacht, schon kündigte sich das Unheil an:

Schreie. Trompetenartig. Aus tiefstem Bauch.
»OOOOOCCCCHH ! Das darf doch nicht…… NEEEIINNN!«

Was war da bloss -?
Nach zwei weiteren Schritten ahnte ich es. Da war er wieder neben mir. Um sich schlagend. Immer noch fluchend.

»Na?«, sage ich. (Vorsicht ist die Mutter jeder gewaltfreien Beziehung!)
»Was daneben gegangen?« (s.o.)

Es brach förmlich aus ihm heraus. Verzweiflung. Pures Grauen vor dem Fluch aller Pampa-Pinkler der Welt:
»Blutsauger, Mini-Vampire, M-Ü-C-K-E-NNNNNNNNN…. Hunderttausende, Milliarden, Quatrillionen!«

Im Spiegel seiner geweiteten Pupillen sah ich gewitterwolkengroße Schwärme von kleinen schwarzen Plagegeistern, die ihn gestört, unterbrochen, gepiesackt, hinterrücks im Gebüsch überfallen, beinahe umgebracht, jedenfalls empfindlich an den empfindlichsten Stellen malträtiert hatten – und das während oder am Beginn der zweitwichtigsten Sache der Welt.

Schrecklich, dachte ich. Wirklich schrecklich! Armer allerbester Mann im allerbesten Alter.

»Und?« Ich versuchte ein Lächeln. Aufmunternd, versteht sich. Nein, KEIN bisschen schadenfroh!
»Halb eben – zwischen zu viel Stich und zu viel Druck!«

Dann war nur noch Prusten und Lachen und Kichern zu hören im Wald.
Und die Mücken?  -Welche Mücken?!

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2 Kommentare zu “Not des Pampa-Pinklers

  1. Habe ich erst letztens irgendwo gelesen: kleingematschten Spitzwegerich draufschmieren.
    Also, bei Mücken! 🙂

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